Israel droht ein 4 Fronten – Krieg ?

Henry Ariejehuda – Erklärung zur aktuellen Situation in Israel

Die muslimische Gewalt gegen Juden, die sich seit Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan immer weiter steigerte, entlud sich am letzten Wochenende auf dem Tempelberg. Dieser war offensichtlich in weiser Voraussicht vorher für Juden gesperrt worden. Im Verlauf der Krawalle auf dem Tempelberg kam es zu einem großen Feuer, dass die al-Aqsa-Moschee in Rauch hüllte. Die Unruhen übertrugen sich auf das ganze Land und brachten Israel an den Rand eines Bürgerkriegs. Zusätzlich zu dieser Eskalation schoss die Hamas seit Montag über 2000 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel, die mehrere Menschen töteten und viele verletzten. Israel reagierte mit mit zahlreichen Luftschlägen und der Vorbereitung einer Bodeninvasion. Jedoch kamen die Raketen nicht nur aus dem Gazastreifen, auch vom Libanon wurden Raketen nach Israel geschossen. Was nach einem kordierten Angriff auf den jüdischen Staat aussieht, ist offensichtlich auch einer, denn Iran, Hisbollah und Hamas koordinierten die Nachrichten 8. Mai, dem Quds-Tag (islamischer Jeruschalajimtag), und behaupteten, Israel könne in einer großen taktischen Operation besiegt werden. Es sieht so aus, als ob diese Operation jetzt läuft.

Libanesische Demonstranten, die wahrscheinlich von der Hisbollah ermutigt wurden, versuchten gestern in der Nähe von Metulla, ein Gebiet eines Grenzzauns im Norden Israels zu durchbrechen. In Lod wurde die Ausgangsperre nach Nächten der Gewalt, die die Stadt in ein Bürgerkriegsschauplatz verwandelten, fortgesetzt.

Die Israel Defense Forces (IDF, israelische Armee) traf einen weiteren Panzerabwehrtrupp der Hamas in Gaza. Mehrere solcher Einheiten hatten die israelischen Soldaten in den letzten Tagen angegriffen. An der Grenze zu Jordanien versuchten pro-‘palästinensische’ Demonstranten die Grenze nach Israel durchzubrechen, um Jehuda und Schomron (judäa und Samaria) zu erreichen. Israel ist jetzt mit einem Vier-Front-Konflikt konfrontiert – die Unruhen im Landesinneren, Gaza, Libanon und Jordanien – und möglicherweise mehr Gewalt in Jeruschalajim und in Jehuda und Schomron.

Alles begann mit der TikTok-“Intifada”, auf die Gegenkundgebungen in Jeruschalajim und Zusammenstöße und polizeilicher Sperrung des Damaskustors, welche zu weiteren Spannungen führten. Anfang Mai nahmen die Spannungen zu und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu musste sein Mandat zur Regierungsbildung zurückgeben. Dieses wurde dann von Präsident Reuven Rivlin am 4. Mai an Yair Lapid von Yesh Atid übergeben.

Am 12. Mai kämpfte die israelische Polizei in der al-Aqsa-Moschee mit randalierenden ‘Palästinensern’, die die Moschee verbarrikadiert hatten und Steine bereitgelegt hatten, um sie auf betende Juden an der Kotel (Westmauer des Tempelbergs) zu werfen. Die Stürmung der al-Aqsa-Moschee wurde von ‘Palästinensern’ gefilmt und ging um die Welt. Die Bilder sorgten bei den Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, die mit Israel über den Abraham Accord verbündet sind, für Besorgnis. Auch Jordanien und andere Staaten reagierten entsprechend und verurteilten die israelischen Polizeiaktionen.

Diese Bilder als Auslöser eines größeren Konflikts waren offensichtlich beabsichtigt und geplant, denn Iran, Hisbollah und Hamas koordinierten die Nachrichten 4 Tage vorher. Am Quds-Tag, dem 8. Mai, behaupteten sie gemeinsam, dass man Israel in einer großen gemeinsamen taktischen Operation besiegt werden könne. Seitdem haben die Schießereien im Jehuda und Schomron zugenommen und ein Israeli starb an seinen Wunden. Israel hatte daraufhin die Streitkräfte im Gebiet westlich des Jordans verstärkt.

Am letzten Montag, dem 10 Mai, kam es dann zu massiven Zusammenstößen zwischen Arabern und der israelischen Polizei in der Hauptstadt Jeruschalajim und auf dem Tempelberg. Dieser Tag sollte von Israel eigentlich als Freudentag gefeiert werden, denn es war der 54. Jahrestag der Befreiung des Ostens der Stadt im Sechstagekrieg 1967. Doch die Hamas schoss aus Solidarität mit den randalierenden Arabern Raketen nach Jeruschalajim und begann damit den Raketenkrieg, bei dem in 72 Stunden 2000 Raketen auf Israel abgefeuert wurden.

Gestern entwickelte sich ein großer Konflikt an der Grenze zum Gazastreifen. Israel führte massive Luftangriffe durch und der jüdische Staat teilte mit, dass “während der Nacht [vom 13. bis 14. Mai] ungefähr 160 IDF-Flugzeuge aus 12 Staffeln über 150 unterirdische Ziele im nördlichen Gazastreifen getroffen haben.” Zeitgleich mit den Luftangriffen setzte die IDF Bodentruppen, Artillerie und gepanzerte Truppen entlang der Grenze ein und diese feuerten Hunderte von Artilleriegeschossen und Dutzende von Panzergeschossen gegen Ziele im Gazastreifen ab.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde von zahlreichen Medien berichtet, dass Israel eine Bodenoffensive in den Gazastreifen gestartet hätte. Auslöser dafür war ein Tweet der IDF:IDF Luft- und Bodentruppen greifen gegenwärtig im Gazastreifen an.” Dabei sagte die IDF jedoch nicht, dass sie die Grenze zu Gaza überschritten hätte, wie es in den Medien berichtet wurde. Die Berichte führten jedoch dazu, dass die Hamas ihre Kämpfer an die Grenze und auf Gefechtsstation schickte und Israel genau in dem Augenblick die Luftangriffe auf sie startete. Scheinbar war der Tweet eine Falle, die zuschnappte.

In Lod sagte der Bürgermeister, Juden stünden vor einem Pogrom, Synagogen wurden angegriffen und die Grenzpolizei wurde aus Jehuda und Schomron in die Stadt versetzt, um der Lage Herr zu werden. Der Krieg an der Grenze zu Gaza hatte sich plötzlich auf die Straßen Israels ausgeweitet. Lynchmorde fanden statt und die Route 65 und andere Hauptstraßen wurden gesperrt, weil Randalierer von Rahat nach Umm al-Fahm den Verkehr anvisierten. Juden griffen einen arabischen Fahrer in Bat Yam an. In anderen Städten von Haifa bis Nazareth, Nahariya, Ramla und Jaffa kam es ebenfalls zu Zusammenstößen. Mobs durchstreiften die Straßen und die Polizei war nicht in der Lage, das Chaos zu kontrollieren. Anarchie sei in viele Städten Israels gekommen teilten die israelischen Medien mit.

Gestern am 14. Mai, dem Jahrestag der Staatsgründung Israels nach dem gregorianischen Kalender und nach dem Ende des Ramadans, verlagerte sich der Konflikt nach Jordanien und in den Libanon. Im Libanon feuerte eine ‘palästinensische’ Gruppe einen Tag vorher mehrere Raketen anscheinend absichtlich ins Meer ab, um Israel zu warnen. In Jordanien versuchten Demonstranten die Grenze zu durchbrechen. Dies wurde anscheinend durch die kühle Beziehungen zwischen Israel und Jordanien und das sehr schlechte Verhältnis zwischen Netanjahu und dem jordanischen König ermöglicht. Die Hisbollah, die die Hälfte des Libanon kontrolliert, ermutigte die Demonstranten, das Grenzgebiet ins Visier zu nehmen. Die Pläne israelische Gemeinschaften anzugreifen hat die Hisbollah schon lange, um sie in Kriegszeiten zu erobern.

Auch der Iran beobachtete die Situation und stellte fest, dass sich die Region jetzt gedreht hat und sich das Gleichgewicht gegenüber Israel verschoben hat. Eine Woche nachdem Hossein Salami, der Chef der iranischen Revolutionsgarden, vorausgesagt hatte, dass Israel in einer Operation geschlagen werden könnte, scheint seine Muli-Front-Strategie nun Früchte zu tragen und bringt den jüdischen Staat in große Schwierigkeiten. Eine Auswirkung davon ist auch, dass internationale Fluggesellschaften die Flüge nach Israel storniert haben. Auch wenn die israelische Raketenabwehr Iron Dome viele der ankommenden Raketen abfangen kann, kommt das System bei einem massiven Raketenbeschuss irgendwann an die Grenzen und die Laserraketenabwehr Iron Beam ist noch nicht im Einsatz. Die Hamas greift außerdem gezielt Iron Dome-Batterien an und ist inzwischen in der Lage, dies aus größerer Distanz zu tun. An der Grenze bedroht sie zudem israelische Fahrzeuge mit Panzerabwehrraketen.

Auch politisch ist die Lage in Israel weiterhin chaotisch. Vorgestern hatte Yamina-Anführer Naftali Bennett das Handtuch geworfen. Er hatte zuvor verkündet eine Regierung mit Lapid zu bilden. Doch ein Regierungswechsel sei nicht möglich. Er rief die USA dazu auf, die Militärhilfe für Israel zu beenden.

Wie das Pentagon am Freitag mitteilte, wurden rund 120 US-Militärangehörige aufgrund der äußeren und inneren Zustände in Israel “aus Vorsicht” abgezogen. Wie der Sekretär des Verteidigungsministeriums John Kirby sagte, wurden Mitarbeiter des US-amerikanischen Zentral- und des Europäischen Kommandos nach Deutschland ausgeflogen. “Wir haben diese Entscheidung getroffen, diese Personen in Abstimmung mit unseren israelischen Kollegen zu entfernen”, teilte Kirby Reportern im Pentagon während der Pressekonferenz mit. Und fügte hinzu: “Diese Leute aus der gesamten Abteilung waren zu einer Routineplanungsveranstaltung in Israel”. Kirby begründete die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken: “Aus Vorsicht und Besonnenheit … haben wir diese Planungskonferenz etwas früher beendet und sie sicher nach Deutschland gebracht.”

Kirby soll derzeit nicht über einen weiteren Abzug von in Israel stationierten US-Truppen nachdenken. In den USA, wie auch anderswo, kam es zu massiven Protesten angesichts der Situation in Israel und der Antisemitismus zeigt erneut sein hässliches Gesicht. Nicht nur in der amerikanischen Bevölkerung spaltet der Konflikt die Menschen, auch in der Politik entwickeln sich deshalb Grabenkämpfe.

Wie Amir Tsarfati über seinen Telegram-Kanal berichtete, rief der Prediger Sheikh Ahmad Amar Hashem in der Freitagspredigt, die über das ägyptische Fernsehen übertragen wurde “zu der Formierung einer islamischen Abschreckungsarmee, die Jerusalem aus den Händen der Fremden retten wird” auf. Nach seinen Aussagen kann etwas das mit Gewalt erobert wurde, nur mit Gewalt zurückerobert werden.

Kommentar: So wie ich die Lage in Israel beobachtet ist von Entspannung wenig zu sehen. Immerhin habe ich den Eindruck, dass die Alarmmeldungen von der Raketenwarnapp Red Alert zwischenzeitlich etwas weniger geworden waren, auch wenn der Beschuss nach wie vor anhält und gerade wieder sehr zunimmt. Morgen beginnt übrigens Schavuot, das Wochenfest und wird neben dem Jerusalemtag und dem Jahrestag der Staatsgründung, wahrscheinlich der nächste Feiertag, der von Tränen begleitet werden dürfte.

Ob Israel tatsächlich in den Gazastreifen einmarschieren wird kann ich nicht sagen. Dies könnte aber notwendig werden um bei der Hamas richtig auszumisten. Zuletzt hatte Israel im Jahr 2014 nach massiven Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen die Bodenoffensive Operation Protective Edge gestartet und die Hamas-Infrastruktur zerlegt.

Diese ist inzwischen wieder aufgebaut. Anscheinend ist es wohl nötig alle paar Jahre persönlich im Gazastreifen vorbeizuschauen. Dieses Mal könnte es allerdings zu einer noch größeren Eskalation führen, denn die Türkei und Russland drohen damit durch eine “Friedenstruppe” dem Gazastreifen zur Hilfe zu kommen.

Ich kann euch bei all dieser nur sagen, dass die Situation heikler ist als das Meiste was Israel in den 73 Jahren seit der Staatsgründung erlebt hat. Vielleicht kann der Jom-Kippur-Krieg von 1973 da noch mithalten. In diesem Krieg hätte nicht viel gefehlt, um Israel zu vernichten. Dies gelang jedoch nicht und es wird auch jetzt nicht gelingen, weil der Gott Israels gesagt hat, dass niemand sie aus ihrem Land ausreißen wird, nachdem er sie zurückgeführt hat. Gott kämpft für Israel und deshalb wird Israel auch die jetzige Situation überstehen. Wie kann ich euch aber nicht sagen.

Wichtig ist vor allem, dass ihr mit dem Gott Israels verbündet seid, denn er ist ganz kurz davor, seinen Fokus auf die endgültige Erlösung Israels zu richten, was lt. Bibel für die Welt die Trübsal bedeutet und für diejenigen, die Jeschua angenommen haben, die Entrückung.

Deshalb möchte ich dir sagen, dass du zwar auch in der Trübsalszeit noch gerettet werden kannst, aber die Kosten dafür für dich viel höher sind. Sei schlau und nimm Jesus heute an, falls du es noch nicht getan hast.

Gebetsanliegen:
Bitte betet neben dem Frieden auch für alle Verletzten auf beiden Seiten und dass Menschen anfangen, Jesus zu suchen, die ihn bisher nicht gekannt haben ua. auch Juden.

Quellen: jpost.com, jpost.com, washingtontimes.com und jpost.com


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